Fairytales on fincallorca.de
Was ist Doo Wop und was Acapella PDF Drucken E-Mail

Oftmals hören wir von selbst von eingefleischten Musikfreaks die Frage was denn nun der Unterschied zwischen Doo Wop und Acapella sei. Die Wahrheit ist, das sie beide eng miteinander vewoben sind.

Der Doowop ist Ursprünglich aus einer Unterart des Rythm and Blues hervorgegangen, wird heute aber zu einem Ableger des Rock`n`Roll gezählt. Doo Wops sind Musikstücke, bei denen der Schwerpunkt nicht auf den Musikinstrumenten liegt, sondern durch ein mehrstimmiges Gesangsarrangement gebildet wird. Dieses wird bei dieser Musikart in der Regel typischerweise durch einen Leadsänger, zwei Tenören, einem Bariton und einem Bass gebildet. Der Name „Doo Wop“ ist durch die Nonsens Silben entstanden, die von den Sängern im Background ausgehen, wie z.B. Doo – Wop – Doo – Wah – Di – Wah.
Zunächst ist diese Stilrichtung in den USA Anfang der 50er Jahre eine Domäne der afroamerikanischen Bevölkerung gewesen. Die Sänger fanden sich nicht selten in ihrer unmittelbaren Umgebung, wie z.B. der Army oder High School. Geprobt und gesungen wurde vorwiegend in öffentlichen Gebäuden und U–Bahn Stationen, um durch den Hall dieser Bauten zusätzliches Stimmvolumen und Echo im Lied zu erzeugen. Ein typischer „Garagenhallsound“ ist deshalb auch auf vielen Aufnahmen bewusst gewählt worden, um den urspünglichen Charakter der Musik wiederzugeben.

1956 schafften es erstmals einige dieser Gruppen wie die Penguins, Moonglows oder Platters in die R&B Charts Amerikas. 2/3 dieser Stücke waren langsame Balladen.

Typische Street Corner SzeneGegen Ende der 50er kopierten die Weissen den Doo Wop, man kann sagen, das er sich in der Bevölkerung zu etablieren begann. Eine besonders erfolgreiche Bevölkerungsschicht dieses Genres waren zu dieser Zeit die Italo–Amerikaner aus New York. In der Bronx gab es zeitweise so viele Teenagergruppen, das diese sich um die besten Plätze (meistens Strassenecken) stritten, so dass es nicht selten zu Schlägereien kam. Während die Texte der Balladen ursprünglicher, schwarzer Gruppen noch sehr anspruchsvoll waren, handelten die Texte der jungen Generation oft vom belanglosen Teenageralltag. Die Stücke der Weissen hatten allerdings mehr Tempo und Dynamik. So setzten gerade Italo – Amerikanische Gruppen oft eine hohe Falsettstimme ein, die das „gewisse Etwas“ darstellte. Später wurde dieses Stilelement ein Markenzeichen der Surfmusik, etwa bei den Beachboys.

Viele dieser „Straßeneckengruppen“ haben zumeist ihre Idole aus dem Radio kopiert, gut oder weniger gut. Die instrumentale Begleitung ihrer Vorbilder hatten sie nicht zur Verfügung, also imitierten sie lediglich den Gesang, bei der sich jedoch in der Doo Wop – Konstellation mühelos auf Instrumente verzichten lässt. Sie sangen also Acapella (ohne Instrumente), jedoch in Doowop Manier. Und genau das tun wir, die Fairytales, auch heute.

Das Ende – wenn man es denn so nennen will – der Doowop Ära kam übrigends aus England, mit den Beatles. Und das ist uns auch recht so. Wer weiss, ob wir uns sonst an irgendwelchen Sraßenecken mit rivalisierenden Bands um die besten Plätze prügeln müssten…;-)


Wer mehr über die Geschichte des Doo Wops erfahren möchte sollte auch hier vorbeischauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Doo_Wop